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Montag, 2. November 2015

Oktober 2015 - Manado, Surabaya, Bali, Sydney (Australien)

Wellenzauber und Flugoperetten


Wir scheinen den kompletten Wellengang zwischen Erfolg und Misserfolg zu erleben. Zum einen funktioniert die neu gelieferte Postcard wieder wie bisan, zum anderen hat sich Carmen nach dem tauchen eine Ohrentzündung zugezogen. Da die Schmerzen während 4 Tagen nicht im geringsten abnehmen, begeben wir uns ins Spital von Manado. Dort diagnostiziert die diensthabende Ärztin eine Mittel- und Aussenohrentzündung. Es werden Medikamente verschrieben als gäbe es eine 1:6 Aktion. Mit vollem Arzneibeutel bleiben uns gerade mal 1 Tag, Carmen für den kommenden Flug nach Bali fit zu kriegen.

Am Flughafen treffen wir auf bekannte Polen, welche wir von den Bunaken her kennen. Zusammen warten wir auf unseren Lion Air Flug, der uns über Surabaya nach Bali bringen soll. Dass in Indonesien die Zeit relativer erscheint als in unserer Hemisphäre, kennen wir vom Schiffs- und Busverkehr. Doch zum 1. Mal auf unserer Reise hat ein Flug Verspätung. Eigentlich sollte unser Vogel um 16:30 abheben, doch unsereiner steigt erst um 21:30 in die Lüfte. Wir landen in Surabaya dermassen spät, dass die Flugsicherung unseren Weiterflug nach Bali verweigert! Kurzum besorgt uns Lion Air eine Unterkunft im Ibis Hotel beim Flughafen. Das Zimmer ist eines der schönsten seit 2 Monaten. Früh morgens geht's wieder los. Da in Surabaya 1h Zeitdifferenz zu Bali besteht verlassen wir unser bequemes Bett leider viel zu früh und warten in der Lobby bis wir unser von Hand ausgestelltes Flugticket empfangen können. Wir kommen nach Bali, für 2 Tage geniessen wir leckere Burger und die beste Warung in ganz Indonesien! Auch das Hotel Benesaya kennen wir noch von unserem 1. Aufenthalt! Eine Rollertour nach Uluwatu eröffnet uns Einblicke zum Süden der Insel wo die Surferpro's sich an gigantischen Wellen messen.. Erinnerungen an unsere Kutasurf-Erfahrung werden wach!


Bye bye Indonesien und Welcome Sydney! Von permanenten 35 Grad erfahren wir einen halben "Permafrost" (16 Grad) und Regen in der grössten Stadt Australiens. Unser Theater endet in Front des berühmten Opernhaus der Stadt, wo der Klops sich beinahe auf jedes Foto drängt. Als Zugabe erwartet uns ein erneuter Flug der uns in unser Traumreiseland weiter östlich bringt! Ach ja und die Ohrinfektion Carmens ist dank der überaus grosszügig verschriebenen Arznei erfreulicherweise verheilt!


Montag, 26. Oktober 2015

Oktober 2015 - Gorontalo, Thomohon, Manado, Bunaken

Kino XXL, Nightmaremarket, Moneyploy und das Inselexil

14 Tage weltanschauliche Abstinenz führen uns geradewegs ins XXL Kino von Gorontalo. Für 2 Fr. bugsiert uns der Film "Everest" von 0 auf 8848m über Meer. Mittendrin statt nur dabei sind wir dank der zu kühl eingestellten Klimaanlage des Schauspieltheatervorführsaals und fiebern eifrig der Gipfelbestürmung mit.
Statt Reis und Fisch erfreuen wir uns über Popcorn, Donuts und Cola. Die kapitale Welt hat uns wieder in ihren Fängen! Gorontalo oder wie wir die Stadt nennen "Dead Rat City"  (an jeder Strassenbiegung liegen zahlreiche platt gewalzte Rattenüberreste) verlassen wir frühmorgens mit einem Kleinbus nach Tomohon. Kirchen pflastern unseren Weg als wir das im vulkanischen Hügelgelände gelegene Städtchen erreichen. Die touristischen Aushängeschilder sind die Vulkanbesteigung des Mahawu, der Schwefelsee und der Gruselmarkt. Neben der üblichen Marktware werden hier auch Appenzellerläckerlis wie Katzen, Hunde, Ratten und Schlangen angeboten.





Unabhängig vom Gruselmarkt bemerken wir eine Erkältung, welche uns für einige Tage begleitet und das Reisen erschwert. Schliesslich schaffen wir die Verfrachtung nach Manado wo der Rest der Krankheit ausgeschwitzt wird. Doch die Freude über die Genesung hält sich im Zaun, da in der Grossstadt andere Probleme auf uns warten. Unsere vielfach gel(ie)(o)bte Postcard versagt an jeglichen bis anhin gängigen Bankomaten ihren Dienst. Es ist schon eher ungeil, wie einem die monetisierte Grundlage entzogen wird, auf die wir uns während der ganzen Reisezeit blindlings verlassen haben. No Money no Poly und obwohl die Futtertränke in unserem Fall eigentlich noch einiges hergeben würde. Auch das abklappern von 15 Automaten unterschiedlicher Geldinstituten, endet jeweils mit demselben Ergebnis. Wir lassen 5 Tage verstreichen, jeder Tag birgt die Hoffnung auf ein Rattern des Geldabzählers, dass jedoch ausbleibt. Auch der Postfinancesupport bietet keine Lösung unseres Liquiditätsengpasses. So bleibt uns nichts weiteres übrig, als zur Flucht nach Vorne. In unserem Falle die Insel Bunaken wo wir Kreditkartenasyl beantragen und das bange Hoffen nach unserer Rückkehr aus den Inselexil wieder in der Geldflusswelt aufschwimmen zu können. Dazwischen geniessen wir das Meer mit Schnorcheln und Tauchen und faulenzen erneut am Strand - eine abschliessende Delphinwatchtour, wo wir unzählige der knuffigen Tiere aus nächster Nähe bestaunen können rundet unser Luxusproblem ab!









Foto by Robert und Adele

Sonntag, 11. Oktober 2015

September 2015 - Malenge Togian Island (Sulawesi)

Life is a beeeach und Boote die tingeln, tangeln besser

Dunkelheit umgibt uns. Ein kleines Schiffchen tingelt von den Wellen geküsst nahe der steil abfallenden Felsenküste. Der Mondschein spiegelt sich auf dem Wasser und nebst Meeresrauschen, tangelt und tuckert der Motor vor sich hin. Es hätte nicht erstaunt in der nächsten Bucht eine Piratenhochburg anzutreffen wo man uns nach nervenaufreibender Seeüberfahrt einen kräftigen Schluck Rum aus dem Fass, in 'nem authentischen Krug gefüllt hätte. Jedoch bleibt das Piratentreffen aus und von Ferne blinzelt en Lichtkegel auf's offene Meer.
Wir erreichen die Sera Beach Cottages und freuen uns erstmal über ein deftiges Abendessen, welches wir 'nem Piratenfrass vorziehen. Kurzum beziehen wir unser Nachtlager und verbringen satte 9 Tage am herrlichen Strand von Malenge. Life is a beeeach, aber seht selbst!





Sonntag, 4. Oktober 2015

September 2015 - Wakai, Una Una Togian Inseln (Sulawesi)

Kotzjulen, Forget Wakai, Fischers Fritz, füttern viele Fische und die Bedeutung des Omen

Wir brechen auf, runter von 800 Höhenmeter zum Meer. Unser Ziel sind die Togian Inseln. Erneut per Bus beginnt eine langwierige Fahrt. Ausser uns sitzen nur Einheimische im Bus. Ein verräterisches knistern eines Plastiksäckleins kündet an, dass die kurvenreiche Fahrt einigen Insassen nicht wohl bekommt. Und so werden in den nächsten Stunden mehrfach farbenprächtig Knistersäckli abgefüllt. Besonders unsere Sitznachbarin entleert ihren Magen gegen 10 Male, was ihr den Übertitel "Kotzjule" einbringt.



Die Togian Inseln sind touristisch noch nicht so gut erschlossen und vorallem der Land- und Seeweg ist mühsam. Dennoch gelingt uns die Überfahrt nach Wakai, wo uns eine Übernachtung erwartet. Wer gerne taucht, schnorchelt und sich von Fisch ernährt, der wird in den Togians glücklich werden. Jedoch bleibt wenn nötig nicht in Wakai, das Fischerdorf ist echt skuril. Hier vertreiben Menschen die streunenden Hunde mit Steinen und wütend wirkende Kühe mit blutiger Schnauze werden auf kleine Schiffe verfrachtet..
Komisches Dorf, aber wenn man zur Insel Una Una via öffentlichen Transportbooten möchte bleibt einem nicht viel anderes übrig.


Wir treffen auf Andri, dem Besitzer des Tauchresorts auf der Togian Insel Una Una. Er übergibt uns einen Karton, den es heisst unbeschädigt mit zu seinem Resort zu bringen. Im Karton befindet sich ein weisser Pelzkneuel, der bei genauerer Betrachtung einem kleinen Hundewelpen gleich kommt.
Eigentlich hätte das Boot schon um 8 Uhr ablegen sollen. Doch das indonesische Militär verbietet die Abfahrt bis um 13 Uhr. Der Welpe wir nennen ihn "Icy", da er wie ein kleiner pelzigen Eisbär ausschaut, liegt ruhig vor unseren Füssen und wartet wie wir auf die Abfahrt. Nebst einigen Einheimischen, steigen noch 2 Paare aus Deutschland ein. Auch ihr Weg führt zum Una Una Resort.
Als sich endlich das kleine Boot ablegt, wird auch unser kleiner Freund "Icy" aktiv. Zu 6. halten wir den kleinen bei Laune und gleichzeitig in Schach. Dabei merken wir, dass die Einheimischen selbst vor so einem kleinen Wuschel Angst haben. Wir erinnern uns an die mit Steinen beworfenen Strassenhunde..


Die Wellen werden grösser und unser "Icy" so aktiv, dass wir uns gezwungen sehen ihn in seine Transportbehausung zu stecken! Kurz darauf tritt eine gelbliche Flüssigkeit unter der Kartonschachtel auf.. Da "Icy" sein weisses Fell nicht beschmutzen will, beisst und kaut er sich seinen Weg frei aus einem Luftloch des Kartons. Der Kopf schaut schon aus der Behausung. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis er sich komplett befreien kann und gelblich beschmutzt sich an uns schmiegen will. Die Wellen werden stärker und das Gebilde vom Hundekopf ausserhalb des Kartons wippt bei jedem neuen Wellenstoss lustig auf und ab. Ja ja der kleine Welpe hält uns das volle Programm bereit. Denn der Seegang und der verschluckte Karton zollen ihren Tribut und  auch "Icy" kann sich in die "Hall of Puke" einreihen. Mit lehrem Magen scheinen ihm die Sicherungen durchgebrannt und nun rappelt's wie blöde im Karton. Mit Petflaschen stopfen wir seine Fluchtversuche und behalten ihn fortan in der Kiste, bis er sich beruhigt. Zwischendurch gucken wir ob er noch lebt und halten ihm etwas zum trinken hin.


Endlich im Una Una Resort angekommen, wird er zunächst aus der misslichen Box befreit und einem Waschgang unterzogen. Kaum wieder an der frischen Luft wir er den anderen Hunden präsentiert, dieser Annäherungsversuch scheitert kläglich. Statt liebevollem beschnuppern, schnappt der eine Hund ihm in den Schwanz und nur dank beherztem Eingreifen vom Staff lässt der Hund vom Welpen ab. Zusammengefasst lässt sich sagen, dass es nun wirklich nicht sein Tag war..
4 Tage bleiben wir auf Una Una. Nach dem anfänglichen Schock nach unserer Ankunft erleben wir 3 wunderschöne Tauchgänge. Bereits beim 1. zeigt uns der Tauchspot so ziemlich alles was er zu bieten hat. Wir sichten einen Schwarm Barracudas, Grauperfische, Schildkröten, Napoleonfische, einen Blaupunktstachelrochen, grosse Thunfische, Octopus und sogar einen Hai - Jackpot!


Der 4. Tauchgang wird für Andy eine tortour. Bereits mit etwas Kopfweh wird der Tauchgang begonnen und als wir nach 1h unter Wasser zurück im Boot sind, steigert sich das Kopfweh in massive Übelkeit. So trifft es zu guter letzt auch ihn für einen Eintrag in die "Hall of Puke". Das Abtauchen trotz Kopfschmerzen ist als fahrlässig zu bezeichnen und Andy würde sich dies niemals mehr antun. Das Kopfweh hält auch noch 1 Tag später an und ist sehr untypisch für den nun Alten 30 jährigen, deshalb verzichten wir auf einen weiteren Tauchgang und sparen dies für die bevorstehende Insel Bunaken auf. Das Vogelomen wird als Entleerung des Magens interpretiert!

Dienstag, 29. September 2015

September 2015 - Makassar, Rantepao / Toraja (Sulawesi)

Langes Reisen, National Geographics, Zeremonien zweier Arten und ein undefiniertes Omen

Mit dem Padi Open Water Kurs in der Tasche verabschieden wir uns von Natalie, Stefan und dem Bajo Dive Club. Die Zeit mit ihnen war toll und trotz unseren anfänglichen Bedenken zum Tauchen sind wir regelrecht auf den Klops gekommen! Die KT Wilis, ein ausrangiertes deutsches Passagierschiff bringt uns von Labuan Bajo (Flores) über Bima (Sumbawa) nach Makassar (Sulawesi). Die "Tor-Tour" dauert satte 38h. Zum Glück sichern wir uns eine der letzten, belüfteten Kabinen im bereits vollbesetzten Schiff! Diese Seereise harren wir mit bloggen, lesen und Movies schauen aus.
Die Durchgangsstation Makassar dient uns lediglich für erholsames schlafen, einer schiffsuntypischen kulinarischen Verpflegung und einem fast nie enden wollenden Ride mit dem Pete-Pete zum verlassenen Daya Bus Terminal. Von hier bereisen wir per Car die Toraja Hochebene. 



Spät Abends kommen wir im Pia und Poppies Hotel an. Kurzerhand laden uns dessen Eigentümer zum Nachtessen ein. Beim Essen stellt sich raus, dass der Sponsor des schmackhaften Menu's ein Typ von National Geographics ist.



Die Region ist bekannt für ihre aufwändigen Begräbnisszeremonien und er hat ein Dokufilm darüber produziert. Tags drauf, mit Guide und Scooter ausgestattet suchen wir zunächst den wöchentlich stattfindenden Büffel- und Schweinemarkt auf. 





Hier werden die Opfergaben für Zeremonien gehandelt. Nachdem uns genug speziell gezüchtete Büffel und an Bambusstangen hängende Schweine vorgeführt werden, brechen wir weiter  auf um einer Zeremonie beizuwohnen. Als Mitbringsel (Opfergabe) erhält die "trauernde" Familie 4kg Zucker für die etlich ausgeschenkte Kaffee's und Tee's. Der Guide erklärt uns den genauen Ablauf und auch wo wir als Touristen am wenigsten im Weg stehen.





Zeremoniefacts: Es werden 2 Personen beerdigt welche aber schon vor Jahren verstroben sind. Ca. 1000 Gäste nehmen an der "Feierlichkeit" teil. Viele bringen Geschenke in Form von noch lebendigen Opfergaben. 24 Büffel und etliche Schweine werden in der ca. 1 1/2 Wochen andauernden Zerrmonie geopfert. Wir werden Augenzeuge wie lediglich 3 Büffel zu Boden geschickt werden. 



Aber unter uns gesagt reicht dies uns bei weitem. Andere anwesenden Touristen scheinen da weniger zimperlich und halten mit ihren Kameras voll drauf, wenn zum Kehlenschnitt angelegt wird. Irgendwie grotesk, wie bei einigen Zuschauer die Blutlust regelrecht anmerken ist. Aber wenn man bedenkt, dass unser Fleisch nicht nur vom Supermarktregal herkommt sondern in ähnlicher Art und Weise verarbeitet wird, sind uns 3 Büffel deutlich lieber als ein Besuch in einem europäschien Schlachthof..



2 Tage später feiern wir erneut, diesmal ist die Zeremonie nur auf 2 Personen beschränkt und die Opfergaben bestehen aus feinem Abendessen (inkl. Büffelfleisch), Wein und Schokoladenkuchen, welche Carmen organisierte. Wir nennen es Andy's 30. Geburtstag.



Tags drauf beim durchqueren der Stadt knallt ein toter Vogel direkt vor unsere Füsse, was wohl dieses Omen bedeuten mag?

Donnerstag, 10. September 2015

August / September 2015 - Labuan Bajo (Flores)

Drachen zämen leicht gemacht, Visavision und Downside up

Zur Feier des Tages gibts wieder was zu lesen!
Unser Restart in die 2. Reisesaison spuckte uns nach 72h Reiserei in Flores (Indonesien) aus. Genauer gesagt in Labuan Bajo. Hier ist einer der Dreh- und Angelpunkte für den Einstieg in den Komodo Nationalpark.


In einer 2 stündigen Bootsfahrt setzen wir über nach Rinca um den Komodowaranen (hier Dragons genannt) einen Besuch abzustatten. Es wirkt fast, als hätten die Ranger vor unserer Ankunft alle Dragons aus dem Busch geklopft.


So können wir viele friedlich daliegende und gemütlich wirkende Tiere bei ihrer 12h Siesta begutachten. Doch aufgepasst ein solcher Drache kann auch sehr flink und schnell sein z.B. beim jagen. Auf seiner Speisekarte stehen unter anderem Büffel, Rehe und Affen die er mit einem gezielten Biss verletzt. Der Biss selbst ist meist nicht tödlich, jedoch haben die Warane so viele Bakterien im Mund die das "angeknabberte" Opfer innerhalb von Stunden oder Tagen erlegt. Der Drache muss nur warten und freut sich mittels weit aufgerissenen Schnauze über das brach liegende Ass! Der Abstecher nach Jurassic Rinca hatte sich gerechnet!


Neben einigen Bintangs und leckeren italienischen Restaurants kann man in Labuan Bajo sehr gut abhängen. Aber auch Sachen organisieren wie Tauchschulen anschauen oder das Visa verlängern.
Am darauffolgenden Tag beschliessen wir zu später Stunde uns der Visaverlängerung anzunehmen. Eigentlich eine Routineangelegenheit mit Pass und Ausflugticket. Aber beim Imigrasi Office wird uns dann aber eine so richtig deftige Aufgabe gestellt. Wir müssen einen Sponsor finden der im Falle eines Falles für uns bürgt, auf der Post die Markierung 6000 einholen sowie etliche Kopien von allem möglichen machen. 2h Zeit bevor das Amt die Türen schliesst, stehen wir in Schnitzeljagdmanier wieder auf der Strasse. Unser Tagesziel wurde geboren und um es einhalten zu können, gehts ab wie's Bisiwetter. Das grösste Problem besteht darin einen einheimischen und anerkannten Sponsor finden. Zu unserer eigenen Überraschung findet sich gegen ein kleines Entgeld relativ schnell einer. Zum 2. Mal Glück bekunden wir, als die Bereits offiziel geschlossene Post uns die 6000 Markierung aushändigt! Nun nur noch schnell alle Kopien machen und schwups, 5min vor der Imigrasischliessung stehen wir ebenso verdutzt da, wie die Beamte, welche uns noch vor 2h diese Herodesaufgabe gestellt hat!
Erfreut über die glücklichen Umständen der Visabeschaffung, lässt es sich leichter durch Labuan Bajo laufen. Vor einem Tauchcenter (Bajo Dive Club) bleiben wir stehen.. Dank Natalie und unserem Tauchlehrer Stefan werden wir in den nächsten 3 Tagen zu den fröhlicheren Menschen gehören, die in den 71% der Weltoberfläche mit den Fischen um die Wette schwimmen! Dabei steht neben der Theorie und den ersten Unterwasseratemzügen im Pool einige Tauchgänge bis 25m Tiefe auf dem Programm! Die Tauchspots um Flores gehören zu den schönsten in ganz Asien. Wohl war die Aquariumszenerie ist bombastisch und somit sind wir tauchtechnisch versaut für unser Leben!
Ob's uns gefallen hat? Ratet selbst!


















Donnerstag, 30. April 2015

April 2015 - Bali, Nusa Lembongan, Bali

Klettenalarm und das süsse Cocktail schlürfen


Back to Bali heisst das Motto, denn Sandra's Rückflug geht in einigen Tagen. Der Unterschied zwischen Kuta Bali und dem Namensvetter auf Lombok ist eine Wucht. Es hat schon etwas Ballermann Charakter, doch zur Nebensaison ist es gar nicht mal so schlimm, wie uns immer alle prophezeiten. Wiedermal trennen sich unsere Reisewege! Sandra und Chris überqueren die See per Speedboat. Carmen und Andy tuckerln gemütlich mit der Fähre rüber nach Padang Bai weiter Richtung Kuta Bali. Schnell findet sich ein passendes Hotel und dazu eine Stammbeiz die uns leckere Burger serviert! Auch der Kutabeach kann sich im Gegensatz zu dem in Lombok sehen lassen! Hier tummeln sich zahlreiche Anfänger und Könner auf den Surfboards. Die Locals versuchen dabei so cool wie möglich vom Surfbrett zu fallen, zum anschauen ein Amüsement!
Was wäre Bali Kuta ohne Ausgang? Die Frage stellt sich einem und wird gleichwegs mit Legianstreet beantwortet. Nebst dem Skygarden gibts einige Schuppen in denen man sein Tanzbein schwingen kann oder die teuren Drinks an der Bar schlürfen! Wer dem entgegen kauft sein Bier in den 24h Shops und bringt es gleich selbst hinein!



Dann ist es auch schon so weit, 3 Wochen war Sandra mit uns unterwegs. Wir nutzen die letzten Minuten zu 4. für die letzten Jasspartien. Für weitere 4 Tage begleitet uns noch Chris, mit ihm wagen wir den Katzensprung zur Insel Lembongan. Bei Aufbruch wollen wir noch Geld beziehen mit unserer Postcard. Doch Aufgrund Wartungsarbeiten bei der Postfinance in der Schweiz wird mit dem Abhebevorgang nicht's. Nun gut, in Lembongan sollten wir auch noch die Möglichkeit haben Geld zu bekommen. Zwischenzeitlich schröpfen wir Chris, der zum Glück noch genug Geld hat. In Lembongan angekommen, die böse Überraschung. Es gibt nur einen einzigen ATM und natürlich verträgt dieser unsere Karte nicht. Also bleibt uns nicht's anderes übrig, als bei Chris erneut Geld zu pumpen, ehe wir die Kreditkarte einsetzen für's Geld abheben. Lembongan selbst enpuppt sich für uns als Touristenfalle, die Hotel's sind teuer und die Insel selbst bildet in sich nicht gerade ein Highlight. Auch bringt ein Kommissionsjäger Carmen und Chris bei ihrer Hotelsuche fast zur Verzweiflung, über 2h dauert die Odyssee eines kommissionsfreien und preislich passenden Raumes, 1.5h mit dem Typen im Schlepptau. Trotz mehrmaliger Abmahnung von der Pelle zu rücken wird der Bursche zur mühsamen Klette. Es reicht auch schon wenn er von hinten zur Rezeption zuruft und somit jede Chance auf einen günstigen Raum tilgt. Nach diesen Starterlebnissen geben wir der Insel doch noch eine Chance und umfahren sie per Scooter, dabei entdecken wir den Dreambeach mit einem Hotel, welches zur Happy-Hour 2 für 1 Cocktail inkl. Platz im Pool mit Meersicht anbietet - Dekadent hoch 2 und da wir uns schon auf "Rip-off-Island" bewegen ein Muss!



Dennoch nach 2 Tagen Inselsafari und dem Wissen, dass bald jegliches Geld ausgeht, ziehen wir die Notbremse und fahren zurück nach Kuta Bali. Wie froh sind wir, dass gleich beim 1. ATM der Rupie wieder rollt, wir die "Schulden" bei Chris abzahlen und uns wieder flüssig nennen können! Erneut in Kuta Bali, erneut das gleiche Hotel, die Stammbeiz mit Burgern und das heisse Klima! Abkühlung gibst von 9-10h im Skygardenclub. Nebst Freieintritt sind in dieser Stunde Gratisdrinks und Snacks inbegriffen. Wer hier nicht auch in die Falle tappen will der sorgt dafür, dass vor Ablauf der Stunde sein Cocktailglas gefüllt ist und macht sich anschliessend aus dem Staub. Kapitalismus lässt grüssen, aber das Angebot ist auch zu reizend! 4 Tage vergehen wie im Flug. Anschliessend heisst es Abschied nehmen von Chris! Danke an euch 2 Besucher für die nette Zeit, ihr dürft uns gerne jederzeit wieder Besuchen kommen! Da es so heiss in Kuta ist suchen wir uns ein neues Hotel, diesmal mit Pool. Diesen geniessen wir in vollen Zügen. Es lässt sich hier Prima Bloggen, Fotoalbum erstellen und die Reise für die Philippinen vorzubereiten! Am letzten Abend auf Bali treffen wir auf Tac, unseren japanischen Kollegen von Gokarana! Zusammen mit ihm endet unsere letzte kurze Nacht mal wieder im Skygarden wo wir mit den abgestaubten Drinks auf unsere Reunion anstossen!



Mittwoch, 22. April 2015

März / April 2015 - Gili Air, Lombok

Und täglich grüsst die Happy Hour wie in Gili so auf Lomboque!



Die Schiffsüberfahrt dauert gerade mal 80min mit dem Schnellboot und die schmucke Unterkunft am Bintangbeach ist schnell ausgemacht! In Gili gibt es neben Fahrrädern nur Pferdewagen aber ansonsten keine weiteren Verkehrsteilnehmer.


Wer denkt, dass dadurch keine Unfälle entstehen der irrt. Wir werden Live Zeuge als eine mit Baumaterial schwer beladene Pferdekutsche einen Reifen verliert und in der Kreuzung zum Stillstand kommt. Zum Glück ist weder dem Fahrer noch dem Pferd nichts passiert. Aber der Wagen hat dabei Totalschaden erlitten! Und auch unsere Fahrrardtouren über Sand und Stein sowie die nächtlichen Eskapaden ohne viel Licht sind teilweise nicht ohne. Doch eine Velogang wie wir sie haben, markiert ihre Präsenz mit Glockenklingeln, bis die ganze Insel weiss, wer hier im Haus ist! ;-)


Auf Gili Air und besonders in den Bollata Bungalows geniessen wir Deluxestrandferien zum Schnäppchenpreis!



Jedes Restaurant zeukelt uns mit Happy Hour's und so geniessen wir feine Tunasteaks mit leckeren Drinks und kühlem Bintang! Zu 4. lässt es sich Prima Jassen, so ergeben sich einige spannende Partien des traditionellen Schiebers unter Palmen bei 30 Grad. Auch lassen sich im Meer gut einige Frisbeepartien spielen.

Das im Volksmund allgemein bekannte Krötenschlecken auf den Gili's, entlarven wir mit den zahlreich angebotenen Magicmushroomshakes.
Ja ja so ein Flonerleben auf Gili Vanilli hat es in sich und wir entscheiden uns für einen erneuten Schnorchelausflug. Leider scheinen diesmal die Korallen und Fische etwas weniger um die Wette als noch auf Pemuteran, dafür kommen wir in den Anblicksgenuss mehrerer Schildkröten.






Eine Fullmoon-Party und die tags drauf stattfindende Mondfinsternis runden den Besuch zu unserer vollsten Zufriedenheit ab!


Als nächstes Ziel steht Lombok an. Schon auf den Gili's haben wir oft kritisch nach Lombok geschaut. Der Vulkan G. Rinjani sorgt dieser Tage auf Lombok für sein eigenes Tiefdruckgebiet, welches sich jeweils über der Insel ausbreitet und kurz vor Gili Air halt macht. Dennoch versuchen wir unser Glück mit Kuta Lombok welches weiter südlich liegt! Kaum den 1. Fuss auf Lombok abgestellt, ergisst sich über uns ein deftiges Gewitter. Wir sind froh das "All-in-One" Transportpacket gelöst zu haben und so sind wir schnell im Bus nach Süden verfrachtet. Mit dabei, die Hoffnung, dass wir in Kuta auf akurateres Wetter treffen.



Der 1. Eindruck enttäuscht uns einwenig, zwar finden wir eine ansehnliche Bleibe und auch kein Regen mehr, doch scheinen wir wie aus dem Paradies gerissen. Getrübt wird das Empfinden durch eine Fieberattacke mit Schüttelfrost, die zuerst bei Andy und danach bei Sandra auftritt. Die üblichen verdächtigen Tropenkrankheiten kommen aufs Parkett doch als nach 4 Tagen kein weiterer Anfall mehr auftritt, entspannen wir uns.


Zwischenzeitlich bessert sich auch das Wetter. Da der hauseigene Kutabeach nicht zu den schönsten seiner Sorte zählt gibt es Tagesausflüge an den Mawun und den Tanjung Aan Beach. Wasserschwadern, Jassen und das Kokosnussschlürfen wechseln sich ab, wir erkennen das es am richtigen Ort ebenfalls paradisisch sein kann! Abschliessend kreuzen wir noch zu einer Reaggeparty auf und wären im Endeffekt doch noch gerne länger geblieben wenn wir nicht unsere Rückreise nach Kuta Bali bereits gebucht hätten.