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Samstag, 13. Dezember 2014

November 2014 - Way to Varanasi

Indistyle immer geil!

Incredible India, der Slogan hat hier mehr Bedeutung als einem manchmal lieb ist.
Kaum die Grenze überschritten und die Formalitäten geklärt, versuchen wir einen Direktbus nach Varanasi zu erfragen. Diese anscheinend leichte Aufgabe entpuppt sich allerdings als Labyrinth. Fragt man Leute in einen abfahrtsbereiten Bus, bekommt man die Antwort, dass es keinen gibt und nur dieser würde annähernd in die besagte Richtung fahren.. Auch für den Standort des richtigen Busterminal erhalten wir unterschiedliche Angaben. Beim Busterminal schlussendlich, behauptet jeder wieder was er will, doch zum Schluss zahlt sich unsere Hartnäckigkeit aus und jemand gibt zu, dass er direkt nach Varanasi fährt. Gemäss Fahrer dauert der Trip anfangs 9 Stunden. Wie es sich nach 4 Stunden Fahrt herausstellt seien es abermals 9 Stunden. Der Bus klappert fröhlich in allen Winkeln und Ecken. Teilweise ist er regelrecht zusammengenietet, dass über dem Fenster ein zusätzliches "Fenster" erscheint. Cool ein Panaoramabus. 
Es herrscht durchaus die grössere Anarchie auf indischen Strassen, obwohl sie besser in Stand gehalten sind als beim nepalesischen Nachbarn. 
Die Grösse des Fahrzeugs und dessen Hupe haben den entscheidenden Vorteil eines Bulldozers jedoch sind diese kein Garant, dass alles glatt läuft. 3x müssen wir männlichen Passagieren den staatlichen Bus auf den verkehrsreichen Strassen wieder anschieben.
Die meisten Inder im Bus beschäftigen sich die Touristen sorgfältig zu beäugen doch ab und an werden wir mit Fragen zugepflastert. Verständismühe bekunden wir beim Englisch der Bettelnüsse kauenden Indern. Beim plaudern kommt es zur einen oder anderen "Spuckattacke" der tüchtigen Fragesteller.
Wiederum tummelt sich alles was 4 Rädern oder Beinen hat auf den zugestopften Strassen. Wir sind heilfroh und erschöpft als wir am Abend in einem Stück Varanasi erreichen. Incredible India? Für's Erste wohl war...


Freitag, 12. Dezember 2014

November 2014 - Kathmandu

En Namittag im November, de Himmel isch klar...

Kathmandu, Ende November 2014. Auf das Indienvisa wartend, gönnen wir uns in Kathmandu viel Sonne, Schlaf und leckeres Essen. Am 5. Tag nach der Einreichung dann der "Schock". Vom angestrebten 6 Monatevisa bekommen wir nur deren 3, Gültigkeit per sofort. Das wirft unsere Nepalpläne total über den haufen. Gerne hätten wir noch einen Abstecher nach Pokara und Lumbini (Geburtsort von Budda) gemacht. Doch nun sitzen wir im Nachtbus mit Kurs zur indischen Grenze.
Im Bus werden wir von einem wilden Mix aus indischer Katzenmusig und Pop beschallt. Dennoch kriegen wir das eine oder andere Auge zu und eine Mütze voll schlaf.
Es wird langsam hell als wir den Grenzposten bei Sonauli verlassen.


Bye bye Nepal, du bleibst für immer in unserem Herzen und du darfst dich eines Tages über unsere Rückkehr erfreuen!

Samstag, 6. Dezember 2014

November 2014 - Chitwan 2. Teil

Welcome to the "Eye of the Tiger" in the Jungle.

Oke zugegeben Übertitel zu erfinden, die dem Leser das Blaue vom Himmel versprechen damit der lange Blogeintrag genüsslich gelesen wird, ist immer so ne Sache. Tatsache waren aber die unten aufgeführten Erlebnisse vom 20. auf den 21.11.14
Alles hat ein Ende! Wir beschliessen unserem Pacha dasein neues Leben einzuhauchen. Der dafür benötigte Schlüssel nennt sich Jungletrek. Wir heuern 2 Communityguides an, für eine 2.5 tägige Jungletour. Schon die morgentliche Raptiüberquerung hat es in sich. Eine falsche Bewegung reicht um den Kahn zu entern und mit den Krokodilen um die Wette zu schwimmen.





Im Chitwannationalpark kämpfen wir uns "slowly slowly" durchs hohe Gras in der Hoffnung möglichst viele Tiere anzutreffen und vor die Linse zu zerren. Kaum gestartet hielten die Guide's inne, ein Wildschwein wurde erhorcht und erschnüffelt. Doch auch das Schwein bemerkte unseren Auftritt und duftet davon. Solche Momente wiederholten sich mit Hirschen, Rehen, Antilopen, Tremitenbauten und jeglichen Vögeln. Nach einer Znüni-Pause hier Dal Baht-Pause genannt im nun angekommenen Junglewald stossen wir auf eine Horde riesiger Bisons, die Stimmung erinnert einwenig an Jurassicpark wo der Schauspieler zum 1. mal Diplodocusse erspäht.
Weiter geht's vorbei an Tigerspuren, Rihnoexkrementen die, wie uns die Guide's versichern erst vor kurzem entstanden sind. In einem ausgetrockneten Flussbett, welches wir bei brütender Junglehitze hinauf schleichen, erschnüffeln unsere Guidespürnasen einen Tiger. Es soll nicht der letzte sein den wir in unmittelbarer Nähe vermuten.
Unsere beiden Guide's R. und L. (Name der Redaktion bekannt) führen uns durch den Junglewald, halten still und zeigen uns dank ihrem geschulten Auge, Tiere im Unterholz, die wir niemals selbst erspäht hätten.



Geplant waren 2.5 Tage Jungelwalk, da es verboten ist im Nationalpark zu übernachten müssen wir am 1. Tag quer durch den Chitwannationalpark laufen, ehe wir ein Dorf erreichen um zu übernachten. Doch zu diesem Dorf werden wir nie kommen, denn unsere beiden Spürnasen haben nach der Sichtung eines Leoparden den Weg aus den Augen verloren. Anfänglich ein Klax, wollten sie uns Weiss machen, doch als das ersehnte Dorf einfach nicht ersichtlich wird, bemerken alle, das wir bald in der Tinte sitzen werden.
Der niedrige Sonnestand zeigt demnächst das einduckeln an. Zu unserer Ungust lässt sich unsere Position mit den Worten "im Herzen des Jungle" bestimmen und kein uns erkenntlicher Ausweg ist auszumachen. Die beiden Guides versuchen das Ruder noch herum zu reissen, indem sie die Gangart erhöhen. Trotz unseres Trekkingtrainings bekunden wir Mühe mitzuhalten.



Das Gras wird höher und die Gudies verzweifelter. Die gegenseitigen Vorwürfe zwischen R. und L. tragen nichts zum Stimmungsbarometer bei. Ein Hoffnungsschimmer in Form eines Weges wird erreicht - Jubel!
Doch über eine schnelle Jungleflucht zu früh gefreut, neu getappte Tigerspuren und die patrouillierdene Armee, die uns für Wilderer halten könnte sowie in solchen Fällen Guidelizenzen einziehen, treiben uns vom sicher scheinenden Weg erneut ins hohe Gras.
Im Nachhinein ein Irrsinn, dass wir damals nicht mehr darauf bestanden hatten den Weg nicht zu verlassen. Doch den von existenzängsten geplagten Guides schien es einfacher unser aller Leben aufs Spiel zu setzten, als dem GMV beizupflichten.
Erneut umzingelt von 4m hohem Gras und im wissen, das vor kurzem Tiger das Gebiet durchstreiften, bahnen wir unseren Weg durch unwegsames Gelände. Mittlerweile war aus dem slowly Junglewalk ein kräftezehrender Wahnsinn geworden. Das Wasser, beinahe aufgebraucht, sowie miserable Lichtverhältnisse liessen ein weiterkommen nicht mehr zu. Nach 12 h wandern und total entkräftet sowie mit psychologischer Selbstheilung beschäftigt, wird das Worstcaseszenario tatsache - Junglefreinacht! Glücklicherweise finden wir einen frisch umgestürtzten Baum, an dessen Wurzeln noch soviel Erde klebt, dass wir ein 90 Grad "Schutzschild" unser Biwakplatz nennen können. Ein kleiner Bach in unmittelbarer Nähe sowie genügend Brennholz versorgen uns die Nacht durch.
Feuer machen? Für R. und L. undenkbar, um nicht das Interesse der Armee zu erwecken. Doch unsere Hartnäckigkeit zahlt sich aus. Um Tiere fern zu halten und als praktischer Wärmespender entzünden wir pfadifachmännisch ein Feuerchen.



Eine Nacht im Jungle ist kalt und nass, denn von den Bäumen tropft auf Büsche und Gräser im Sekundentakt Tau. Wenn man genau hinhört, so meine ich, doch einen Tiger um unser Nachtlager schleichen zu hören. Geschlafen wird nicht sehr viel, doch zwischendurch holt uns das Sandmännchen in das sichere Reich der Träume, während immer 2 Leute die Tigerabwehrstellubg einnehmen. 
Die Nacht wird unbeschadet überstanden  und es erfolgt der Aufbruch zur neu gewählten Hotelresidenz wo die Erlebnisse verarbeitet werden. Am Nachmittag und mit neuen Kräften ausgestattet machen wir uns auf, zur Geburtsstelle von den Chitwan-Krokodilen. Unterwegs treffen wir auf ein Rihno welches wir aus 6m Entfernung und geschützt durch Geländefahrzeuge beobachten können. Toll!



Zurück geht's zum Hotel wo wir nochmal eine Nacht verbringen und über die Geburtsstelle domestizierender Elefanten mit dem Bus nach Kathmandu aus dem Junglewahn entfliehen...



Donnerstag, 27. November 2014

November 2014 - Chitwan

Relax Matrazz

Nach 20 Tage trekken wo unsere Bein - und Pomuskeln auf Vordermann gebracht wurden, der teils sibirisch angehauchten Kälte und den atemberaubenden Bergpanoramen gönnen wir uns zu 4. einen Relaxaufenthalt im Süden von Nepal. Chitwan heisst der Ruheort wo wir uns nahe des Raptirivers einquartieren. Vom Hotelzimmer hat man beste Sicht zum nah gelegenen Nationalpark. Man kann dadurch in der Morgendämmerung Rihnos erkennen, die sanftmütig den Morgentau, der bis zu 8 Meter hohen Grassbüschel,gebüsslich ablecken. 


Der Rapti River selbst eignet sich nicht sonderllch Gut zum Baden, ausser man möchte sich als menschlichen Köder für eine Krokodilmahlzeit zur Verfügung stellen.


Stets auf den Liegestühlen gefesselt, werden unsere getählten aber bleichen Körper von Sonne und wärme getränkt. Zwischendurch schlemmen wir im eigenen Hotelrestaurant oder an den zahlreichen Strandbars, Snacks und andere kulinarische Leckerbissen. Dal Baht gehört der Vergangenheit an. Wir sind im Chillaxhimmel angekommen, mittels Gorkha- oder Everestradler werden die Lesebücher werden nur so durchgewältzt! Nebst der blonden Abkühlung trägt auch ein Elefantenbad dazu bei, dass der Körper nicht komplett austrocknet. Ein solches Baden bereitet den Touris und Dickhäutern gleichermasse ein Vergnügen!


Freitag, 21. November 2014

Oktober / November 2014 - Langtangtrek

Da wir während des Trekkings etwas schreibfaul geworden sind überraschen wir euch heute mit einer Bildergallerie. Wer die Klops'sche-Messlatte vermisst, der darf hiermit beruhigt werden. Diese Seite bekommt ein Facelifting und wird euch nicht mehr nur textmässig geliefert, sondern in Farbe und Bunt!





Mittwoch, 12. November 2014

Oktober 2014 - Nepal

Schweisstreibender Start mit Showlaufen für CTV


Sundareijal, wir sind am Anfang unseres Trekkingabenteuers angekommen. Nun zieht sich bei schweisstreibenden 30 Grad der Aufstieg durch den Jungle hin. Ein Kanadischer Journalist fragt uns ob er uns filmen dürfe für die News auf CTV (Canadien TV). Er erzählt uns, dass die Annapurnaregion nur für Helfer geöffnet sei. Jedoch braucht er noch einen Bericht über das nepalesische Trekking. Wir geben ihm grünes Licht und posieren nun für's kanadische Fernsehen. Zum Glück wurden wir am Anfang unseres Aufstiegs vor die Linse gezerrt, die Hitze und die Feuchtigkeit treiben uns regelrecht Schweissperlen aus den Poren.

CTV NEWS 19.10.14

Man muss anscheinden Kanadier sein, um das Video zu sehen..





Dienstag, 11. November 2014

Oktober 2014 - Nepal (Bhaktapur)

Hunde die Bellen beissen nicht und eine Nacht wird zum Tag.

Nach einem kräftenden Dal Bat und früher werdenden Dunkelheit, bewegt man sich i.d.R. gegen 21h zu Bett. Da unser Pagode Guesthouse mitten in Bhaktapur steht sind wir umzingelt vom Durbar Square (Königspalast), hinduistischen- und buddistischen Tempeln. Es ist malerisch, Bhaktapur hat seinen altertümlichen Charm beibehalten, was von Kathmandu nicht mehr behauptet werden kann.



So gegen 23h verwandeln sich die friedlich dösenden Hunde in kläffende Tölen. Die einzelnen Hundegruppen wetteifern nun darin wer am lautesten und längsten Bellen kann. Wir hätten uns aber eher über einen Luftanhaltecontest der Hunde gefreut, auch im klaren, dass Tags drauf nicht unbedingt alle Hunde friedlich ihren Träumen nachgehen würden. Naja dank Oropax und dem menschlichen Gewohnheitssinn kriegen wir doch noch das eine oder andere Auge zu. Aber als dann um 4:00 die Gläubigen noch die Tempelglocken betätigen und die ersten Stossgebete in die Luft heulen, wird man erneut hellwach und denkt als 1. an die Feuerwehr, die einen Brandherd zu löschen versucht. Das Gute daran, man kann sich noch auf 2h schlaf freuen, bevor die Sonne aufgeht.

Montag, 10. November 2014

Oktober 2014 - Kathmandu

Permit und EAV's 3 weisse Tauben

Bereits in Seoul haben wir vom schlimmen Schneesturm in der Annapurnaregion mitgekriegt. Es ist Trekkinghauptsaison, die Annapurnaroute wird deswegen geschlossen. Diese Tragödie lähmt das Land und Volk gleichermassen. Zudem sind die Bankomaten fast alle leer oder das Netzwerk überlastet. Nach X-fachen Abhebeversuchen gelingt es uns, den für's Trekking benötigte Betrag, abzuheben. Wie schon vor Monaten beschlossen werden wir im Helambu-, Gosaikund und Langtanggebiet unterwegs sein. Damit sind wir nun sicherlich nicht mehr die Einzigen, denn alle Agenturen leiten nun die Annapurnagruppen hierhin um. Das Permit ist schnell beschafft und wir gönnen uns den Nachmittag in Kathmandu.



Besonders lustig finden es die kathmandischen Tauben, auf den Stromleitungen sitzend, nichtsahnenden Touris ihr "Geschäft" zu präsentieren. Brigitta bekommt dies beim unterqueren einer solcher Leitung hautnah zu spüren.. Mit dem Localbus geht's zurück nach Bhaktapur für den Weg haben wir nun deutlich länger als mit dem Taxi. Wir sind froh gibt es vor dem Abendessen noch eine warme Dusche. Draussen fläzen sich scharenweise Hunde in der Abendsonne und dösen.


Samstag, 8. November 2014

Oktober 2014 - Bhaktapur

Wenn wir gen Bhaktapur fahren...

Der 7 stündige Flug vom Peking Capitol Airport nach Kathmandu über Seoul war dank des guten Entertainmentprogramm in der nagelneuen 777 sehr kurzweilig. Auch waren die Sitzabstände der Korean Air so komfortabel, dass auf einen Knee-Defender verzichtet werden konnte.
Namaste Nepal! Endlich erfahren wir hier ungeahnte 26 Grad, als wir den Flughafen verlassen. Draussen werden wir von einer Horde Taxifahrern empfangen, die um unseren Zustieg buhlen. Einem Nepalesen der uns mit unserem Namensschild umwirbt folgen wir zum Minibus. Wiedermal kündigt sich eine halsbrecherische Fahrt nach Bhaktapur an. Auf dem "Highway" sind viele Verkehrsteilnehmer, sofern man auch Kühe in allen Farben und schlafende Hunde dazuzählen kann.
Am Ziel treffen wir auf Brigitta (Carmen's Mum) und Rudi. Mit ihnen werden wir nun die Müller's Wanderlust im nepalesischen Hochland bestreiten. Aber zuerst einmal heisst es anklimatisieren, waschen und das wiedersehen feiern.